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Schimmel auf der Matratze entfernen

Egal wo: Die Ursache für Schimmel ist immer Feuchtigkeit. Da die Unterseite der Matratze kaum frische Luft erreicht, ist hier oft Schimmel zu entdecken. Das Risiko erhöht sich zusätzlich, wenn anstatt eines Lattenrosts eine fester, lückenloser Untergrund verwendet wird. Zudem kann das Risiko von Schimmelbefall zusätzlich erhöht werden, wenn ein Schlafzimmer schlecht gelüftet wird.

Sie haben ihr Bett mit neuen Laken bezogen und ihnen sind schwarze Flecken und vielleicht sogar schon ein eigenartiger Geruch aufgefallen? Dann müssen Sie dringend handeln!
Hier kommen einige Tipps, wie Sie das schwarze Gift von Ihrer Matratze entfernen und wieder ruhig schlafen können, ohne davon krank zu werden.

Woran Sie erkennen, dass Ihre Matratze schimmelt

Falls die Liegefläche nicht gerade ganz neu ist, kann es natürlich immer vorkommen, dass sich auf der textilen Oberfläche durch die nächtliche Schweißbildung Flecken bilden. Diese können aber von einem Schimmelpilzbefall unterschieden werden. In der Regel kann Schimmel auf der Matratze so erkannt werden, dass sie zunächst an getrocknete Wasserflecken erinnern, jedoch an deren Rand eine dunkle Färbung auffällt. Das deutet darauf hin, dass sich bereits Stockflecken gebildet haben, die sich schlussendlich in einen Pilz verwandeln. Falls diese dann auch noch eine braune oder gelbe Färbung annehmen und Ihre Matratze einen muffigen Geruch verbreitet, dann wäre das ein Zeichen für Sie, dass sie schnell handeln sollten.

Hausmittel gegen den Befall von Schimmel

Bevor Sie zu starker Chemie greifen, sollten Sie erst versuchen den Schimmel mit herkömmlichen Hausmitteln zu entfernen. Zitronensaft oder Essig könnte Ihnen dabei helfen. Diese Zutaten sind in jedem Supermarkt zu finden und können besonders bei kleinen Schimmelflecken gut verwendet werden. Diese Mittel zerstören die Schimmelzellen. Alkohol hat den gleichen Effekt, verdunstet jedoch sehr viel schneller. Dadurch muss die Anwendung meist wiederholt werden, damit Alls Schimmelsporen völlig zerstört werden.

Auch Backpulver ist ein weiteres Hausmittel, das schon lange nicht mehr nur als Backzusatz verwendet wird. Diese Zutat bewirkt Wunder. Durch seinen hohen pH-Wert und das Mischen mit Wasser bildet sich Kohlendioxid – dies habt ihr bestimmt auch schon einmal bemerkt. Backpulver kann bei der Schimmelentfernung so verwendet werden, dass man es mit heißem Wasser und Spülmittel zu einer streichfähigen Flüssigkeit mischt, welche dann auf die Flecken geschmiert wird. Gut trocknen lassen und anschließend mit einer Bürste die Rückstände von der Matratze bürsten.

Leider verbleiben nach der Entfernung des Schimmels unschöne Flecken. Diese können aber mit Salz eingerieben werden. Die weißen Körner saugen die überflüssigen Hausmittel auf und entfernen zusätzlich die durch die Schimmelentfernung entstandenen Flecken in der Matratze. Zusätzlich kann man die Matratze in die Sonne stellen und es erfolgt eine schnellere Säuberung. Eine erhöhte UV-Strahlung kann nämlich Wunder bewirken.

Die Chemiekeule

Natürlich kann es sein, dass die Behandlung mit Hausmitteln leider nicht genügt. Dann kann Schimmelspray helfen. Dieses kann, genau wie andere Putzmittel, in zahlreichen Drogeriemärkten erworben werden. Bei chemischen Mitteln sollten Sie darauf achten, dass Sie ein chlorfreies Spray verwenden, da Textilien sonst sehr schnell ausbleichen – und wir wollen ja den Schimmel entfernen und nicht etwa einen neuen Fleck bekommen. Das Spray ein paar Minuten einwirken lassen und anschließend die Matratze ebenfalls in die Sonne stellen oder eine UV-Lampe verwenden, um die Wirkung der Inhaltsstoffe zusätzlich zu verstärken. Anschließend kann die Fläche mit einem Lappen gereinigt werden.

Hinweis am Rande

Was zwar teuer ist und sich wahrscheinlich bei den wenigsten Matratzen wirklich lohnt: Bei starken Schimmelstellen kann natürlich auch eine professionelle Reinigung helfen. Oft lohnt sich aber nur noch ein Neukauf, denn eine besonders stark verschimmelte Matratze muss sofort entsorgt werden, da sonst eine ernsthafte Gefährdung Ihrer Gesundheit besteht. Achtung – krebserregend!

Verhindern statt entfernen!

Natürlich ist es einfacher den Schimmel nicht erst entfernen zu müssen: Warum diesen nicht vorbeugend verhindern?
Mit folgenden Tipps gelingt es, Schimmel gar nicht erst zu verursachen:
Grundsätzlich sollten Sie auf atmungsaktiven Matratzen schlafen und einen Bettbezug nutzen, der schnell trocknet. Es ratsam, dass sie Ihre Matratze möglichst trocken halten, denn wo Feuchtigkeit ist, da bildet sich sehr schnell Schimmel. Deswegen sollten alle Matratze auf jeden Fall regelmäßig gelüftet werden, was leider die wenigsten Menschen machen. Dafür nehmen Sie morgens einfach alles vom Bett, damit die Matratze frei liegen und lüften kann.
Außerdem vermindert sich die Gefahr eines Schimmelbefalls, indem man seine Matratze alle paar Monate wendet. Wir raten Ihnen zudem ein offenes Bettgestell zu nutzen, da darunter etwas Luft herziehen kann. Durch diese Maßnahmen kann verhindert werden, dass eine hohe Feuchtigkeit herrscht und keine Frischluft mehr vorhanden ist.
Dies hilft übrigens nicht nur bei dem Thema Schimmel, sondern trägt auch zu einem ruhigen Schlaf bei, da die Atemwege dadurch freier sind.

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